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Portfolio "Altbestand"

Die Positionen in diesem Depot wurden ausschließlich vor Einführung der Abgeltungssteuer, also vor dem 01.01.2009, erworben. Für dieses Portfolio werden keine Zukäufe mehr gemacht. Falls Verkäufe stattfinden, so aus steuerlichen Gründen oder weil das betroffene Unternehmen als Wachstumswert nicht mehr überzeugt.

Kennzahlen

Kennzahl Wert
Anzahl Positionen
Kursgewinn aktueller Bestand
Dividendenrendite letzte 12 Monate
Dividendenrendite persönlich
Dividendensteigerungsrate auf 5 Jahre
Dividendensteigerungsrate auf 10 Jahre

Die meisten Wachstumswerte wurden im Jahr 2008 erworben und hatten deshalb bereits Zeit "zu reifen", was die Höhe des prozentualen Kursgewinns sowie eine persönliche Dividendenrendite erklärt, die deutlich über dem Doppelten der aktuellen Dividendenrendite notiert.

Offene Positionen

Das Portfolio ist recht defensiv ausgerichtet und spiegelt mein Naturel als konservativ-vorsichtigen Anleger wieder. Dividendenstarke Unternehmen aus dem Bereich des Massenkonsums (Nahrung, Tabak und Textilien) bilden den Schwerpunkt, während z.B. Technologiewerte nicht zu finden sind.

Während die Tabakaktien (als Anlageform) durchwegs überzeugten, ergibt sich bei den Nahrungmittelproduzenten ein gemischteres Bild. So ist die 5-Jahres-Dividendensteigerungsrate bei allen drei Unternehmen rückläufig, wobei Mondelez wegen des Spin-Off von Kraftfoods im Jahre 2012 schlechter dasteht als in der Realität.

Hennes & Mauritz betrachte ich etwas mit Sorge. Zwar eröffnet das Unternehmen weiterhin eine Filiale nach der anderen, doch der Gewinn stagniert. Schuld sind laut Management stets externe Faktoren, wie "der starke Dollar" oder das Wetter. 

Trotz Finanzkrise hatte ich mir Ende 2008 noch die marktführende Bank aus Australien zugelegt. Das dortige Finanzsystem erwies sich als robust und auch der australische Dollar wertete über die Jahre hinweg deutlich auf.

General Electric ist der Underperformer des Depots. Allerdings findet das Unternehmen nach der Finanzkrise nun zu alter Stärke zurück, was seinen Ausdruck in seiner 5-Jahres-Dividendensteigerungsrate von rund 8,5 % ergibt.

Baywa wuchs lange Zeit fast so langweilig wie sein Getreide vor sich hin, was nicht unbedingt das Schlechteste war. In letzter Zeit ist der Wert jedoch genauso wie die BASF - wegen der aktuell niedrigen Öl- und Gaspreise - unter Druck geraten. Aber eine persönliche Dividendenrendite von ca. 7% und 11% machen das Warten auf wieder steigende Kurse erträglich.

Dividenden-Matrix

Die Matrix platziert die einzelnen Positionen anhand von Dividendenrendite und Dividendenwachstum. Je höher der Marktwert der einzelnen Position, desto größer der Kreisumfang.

Realisierte Positionen

Unter den verkauften Werten befinden sich meist Werte, die den ursprünglichen Erwartungen nicht gerecht wurden. Bei Nokia und Esprit muss ich mir eingestehen, später als notwendig verkauft zu haben. Das rechtzeitige Verkaufen stagnierender Wachstumswerte ist fast ebenso wichtig wie das Finden von Wachstumswerten selbst.

Mit Total hatte ich mich von der hohen Dividendenrendite blenden lassen. Dies ist mir auch später noch passiert, sollte jetzt - Erfahrung und Aktienfinder sei Dank - aber nicht mehr vorkommen. Telefonica hat es mit der Krise in Spanien leider voll erwischt, so dass ich mich von der Aktie getrennt habe.

Wolters Kluwer verkauft zu haben, bereue ich ebenfalls nicht. Zwar hat der Kurs angezogen, doch dividendentechnisch gesehen ist die Luft aus dem Papier raus.

Ende 2008 hatte ich mir doch tatsächlich noch einen passiv gemanagten ETF auf den Dax ins Depot gelegt. Der lief - entsprechend dem Dax - auch ganz ordentlich, sollte dann aber leider mit einem anderen Fonds verschmolzen werden, weshalb ich ihn - zufällig zu einem sehr guten Zeitpunkt - verkaufte.

Danaher gliederte einen Teil seines Unternehmens in eine neue Aktiengesellschaft Namens "Fortive" aus. Um wegen des Spin-Offs einer möglichen Abgeltungssteuern und dem folgenden Hin-Und-Her mit dem Finanzamt aus dem Weg zu gehen, habe ich meine Anteile verkauft.

Kommentare


Kommentar von christoph |

Hallo Torsten,
ich bin absolut beeindruckt von deiner Seite. Bin durch den Podcast vom Finanzrocker und Alexander hierhergekommen. Hut ab vor der Arbeit und der Klarheit. Werde mal weiter stöbern aber kann nach einer Stunde "rumspielen" schon sagen das ich nicht viel informativeres in letzter Zeit gefunden habe. Praktisch klar und gut die Tools und schonungslose Offenheit.
DANKE
Christoph

Antwort von Torsten

Hallo Christoph,

danke für die ebenso klaren wie netten Worte. Eine Stunde auf einer Seite zu bleiben bedeutet im Internetzeitalter schon fast eine Ewigkeit. Das wäre an sich schon Lob genug.

Gruß,

Torsten